Giersch

Giersch ist fast überall anzutreffen. Ist er einmal da, bleibt er auch. Er vermehrt sich schnell (über seine Wurzeln) unbd neigt förmlich dazu zu wuchern.

Viele ärgern sich über seine Gesellschaft und wollen ihn loswerden, doch ist er ein wahres Geschenk, vollgepackt mit Mineralstoffen.  Genau deswegen sucht er auch die Nähe des Menschen, da ein Großteil der Menschen vom Mineralstoffmangel betroffen ist. Ihr wisst ja- die Vegetation in unserem Garten spricht mit uns und nimmt wahr ,was uns selbst vielleicht noch gar nicht bewusst ist.

 

Kommen wir nun zu den Fakten:

Giersch- Aegopodium podagraria

Volksnamen: Zipperleinkraut, Geißfuß, Erdholler
Pflanzenfamilie: Doldenblüter
Verbreitung: Einheimisch in Europa und großen Teilen Asiens, eingeschleppt in Nordamerika
Standort: Frischer, stickstoffreicher Boden, Halbschatten oder Schatten, liebend gern im Garten, zwischen Stauden und unter Hecken
Vegetationszeit: mehrjährig, oberirdische Teil erfrieren im Winter; im Frühjahr treibt er aus dem Wurzelgeflecht neu aus
Verwendbare Teile: junge Blätter samt Stiel, Blüten, Samen
Blütezeit: Juni bis August
Inhaltstoffe: Kalzium, Magnesium, Phosphor, Silizium, ,Kupfer, Mangan, Bor, Eisen,Vitamin C,Nitrate, Kaffeesäure, ätherisches Öl
Eigenschaften: entgiftend, blutreinigend, harnsäuretreibend

Giersch in der Heilkunde

Die Bezeichnung „Zipperleinkraut“, bezieht sich auf seine Wirkung im Bezug auf die Gicht. Es wird davon ausgegangen, das Gicht mit einer unzureichenden Harnsäureausscheidung einher geht, was Gelenkentzündungen hervorruft.
Allerdings bezieht sich diese Bezeichnung nicht nur auf die Gicht, sondern auf alles was „zwicken und zwacken“ kann im Körper.
Das könnten z.B. sein : Zuckungen der Gliedmaßen, Gelenkschmerzen, Lähmungen und Krämpfe aller Art.

Die Antroposophen sind der Ansicht das Giersch den „Ätherleib“, den „Flüssigkeitsleib“ ,in Bewegung setzt und dadurch den Astralleib dämpft, welcher durch Schmerzen bewusst macht, wo etwas im Körper nicht stimmt.

Anwendung:

  • bei Gichtknoten Tee aus getrockneten Blätterm
  • frisches Kraut zestampft als Breiumschlag bei Gicht, Insektenstichen, Ischias, Rheuma, Hämorrhoiden
  • gedörrte Gierschwurzel abgekocht als Badezusatz bei Gicht, Rheuma und Krampfadern

 

Giersch in der Küche

Giersch ist ein wahres „Dauergemüse“.
Es ist beständig und treibt ständig frische, neue Blattriebe hervor.
Sein Geschmack erinnert an eine Mischung aus : Sellerie, Petersilie und Möhre.
Er lässt sich wunderbar als Salat- oder Suppenkraut verwenden.

Giersch ist nicht nur schmackhaft sondern auch äußerst Gesund !

100g Giersch enthalten: 16,6 g Eisen, 1,99 g Kupfer, 2,26g Mangan, 3,9g Bor….und eine Menge Vitamin C

In Russland kommen die jungen Blätter in Aufläufe, Bratlinge, Salate und Borschtsch.
Die Stiele werden für den Winter wie Sauerkraut eingesäuert, die Blätter getrocknet und die Samen werden wie Kümmel als Gewürz verwendet.

Die Blätter können auch ganz einfach wie Spinat zubereitet werden.

Als Faustregel könnt ihr euch merken : da wo Petersilie passt, passt auch Giersch.

 

Also, auf den Giersch und fertig los !

 

Guten Appetit wünscht

Flora Luna

 

2019-06-07T17:55:41+00:00